sunny finals

Liebe Freunde,

nur ganz kurz. Ich bin nämlich eigentlich grade schon auf dem Weg zu meinem letzten Drink nach Gastown mit den Freunden, die ich hier machen konnte.

Vancouver hätte mir keinen wunderschöneren letzten Tag bescheren können. Sonnig, warm und strahlend. Und es roch nach Meer überall. Das tuts normalerweise nie!

Ich hatte eine tolle Zeit hier. Und ich freu mich, wenn ein paar von euch tatsächlich was mit diesem Blog anfangen konnten. Ich weiß, ich hätte öfter schreiben können. Aber besser ab und an als nie oder so! :D

Ein letzter Drink, dann in den Flieger, dann VANCOUVER-CALGARY-FRANKFURT-LONDON.

Und ganz am Ende… in 4 Tagen.. Bin ich dann auch wieder ganz daheim.

Bis bald ihr lieben.

sehr bald. :)

Chrischtl



Last call!

Hola meine lieben Freunde.

in ca. 3 stunden mache ich mich auf den Weg um meine liebe Kaaareeen vom Flughafen abzuholen. Ein letzter Besuch im wunderschönen Vancouver für meine letzten 2 Wochen hier. Perfektes timing um nochmal einen letzten Eintrag rauszuschicken und ein letztes Mal zu berichten, wies mir hier so ergangen ist in den letzten Wochen.

Ich weiß, dass viele von euch (gewollt oder ungewollt! haha!) sowieso auch mein tägliches Facebook blabla verfolgen, also gibt es nicht unbedingt einen riesen Haufen Neuigkeiten für euch.

Heute ist der 11. September (und ich musste grade glatt mal nachsehen ob dieser Verrückte tatsächlich den Koran verbrannt hat. Schön, dass nicht.) und damit geniesse ich nunmehr seit 11 Tagen meine Freiheit in Vancouver. Wenn man denn von Freiheit sprechen kann. Die meisten von euch kennen das Gefühl. Am Ende eines jeden Semesters kommts auf einen zu und nach 4-6 Wochen intensiver Semester-Abschlussarbeit und Beschäftigung von morgens bis abends ist plötzliche Freizeit schwer zu handeln. Und obwohl sich mein Stress am Ende dieses Praxissemesters in Grenzen gehalten hat, hatte ich doch was zu tun, von Montag bis Freitag, von morgens bis abends.

Als mein letzter Tag abgebrochen ist, habe ich mir also direkt neue Arbeit geholt. Ich kann nicht nicht arbeiten. Ich kann nicht nur rumhängen. Also habe ich in den letzten 11 Tagen ein Regal für meinen Chef gestaltet und muss noch in den nächsten Tagen das Haus eines unserer Auftragnehmer in CAD aufbauen. Ich bin dankbar für diese kleine Abwechslung, denn normalerweise ist meine Reaktion auf “ich hab nix zu tun” shoppen gehen. :D und soviel Geld hab ich nun auch wieder nicht, dass ich mir jeden Tag einen shopping-trip leisten könnte.

Neben der Zusatzarbeit, die ich mir da also geholt habe, hab ich aber natürlich auch ein paar andere Sachen gemacht. Die Gruppe der Freunde, die ich hier machen konnte, hat sich inzwischen leider relativ dezimiert, weil viele nach Montreal umgezogen sind. Nicht zusammen, nicht alle auf einmal, aber trotzdem alle nach Montreal. Und falls ihr euch wundert, warum ich bisher nie Fotos von ihnen hochgeladen hab, dann muss ich dazu erklären, dass keiner von ihnen ein Wort von dem, was ich hier schreibe versteht, und es dementsprechend unfreundlich ist, einfach ein Foto von jemandem ins Netz zu stellen ohne dass sie den Kontext kennen. Heute mach ich mal eine kleine Ausnahme, weil die Fotos teilweise sowieso auf Facebook zu finden sind.

Ich war also mit den Mädels vom Maplecastle in Whistler Wildwasserraften und wir hatten unglaublichen Spaß! Nun muss man dazu sagen, dass wirs auch nicht besser hätten treffen können – 4 Mädels in ihren 20ern, alle keine schlechte Partie aber so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten, gehen zusammen raften. Jetzt sind das ganze Trips und man ist nicht das einzige Boot, das unterwegs sind, sondern es sind in unserem Fall 4 Boote gewesen. Und in zwei der anderen Boote war eine “Stackparty”, also ein Junggesellenabschied untergebracht, das andere Boot war besetzt von einer Familie mit zwei Teenagern. Zwei Boote voll mit Männern eines Junggesellenabschieds und ein Boot voll mit Mädels kann ja nur Spaß bedeuten. Also waren wir nicht nur raften – wir haben auch eine rafting-version vom auto-scooter entwickelt, wir sind in die anderen Boote gekrackselt um die Leute darin raus ins eiskalte Gletscherwasser zu schubsen und haben Rennen veranstaltet (das letztendlich natürlich wir gewonnen haben!). Keine Panik mit dem Gletscherwasser – wir hatten alle Taucheranzüge an. Auch der Abend in Whistler war ein großer Spaß, wir sind für etwas zu viel Geld Tapas essen gegangen (andererseits muss man anmerken, dass es in Whistler nichts gibt, was NICHT etwas zu viel Geld kostet…) und waren danach noch einen trinken. Eines der Mädels das ich hier kennenlernen durfte arbeitet in Whistler, also sind wir für die eine Nacht bei ihr untergekommen. Das war ziemlich interessant, denn es gibt in Whistler ganzes “Staff housing”, also Wohnungen für die Angestellten, etwas versteckt weiter oben aufm Berg. Und es ist kein Wunder, dass diese Wohnungen versteckt sind, denn so sehr Whistler ein wunderschöner Anblick für Touris ist, die es sich leisten können, in einem der viel zu teuren Hotels abzusteigen – so sehr ist Whistler zum Leben mindestens genauso wenn nicht teurer als Vancouver. Für noch schlechtere Unterkünfte. Ich habe selten Wohnungen mit weniger Platz für 3 Leute gesehen. Ich schätze man kann also nur in Whistler arbeiten, wenn man outdoor liebt. Und zwar so sehr liebt, dass man alle anderen Bequemlichkeiten des Lebens dafür um mehr als die Hälfte zurückstellt. Denn dazu, dass Mieten pervers hoch sind, kommt, dass die Leute, die dort arbeiten, trotzdem wirklich nicht viel verdienen. Man könnte meinen, eine Touristenstadt würde ihre Angestellten mehr schätzen – ohne die würde die ganze blöde Stadt ja schließlich nicht funktionieren.

Das andere Großereignis für mich in den letzten Wochen war, dass der Bau der Treppe, an der ich in den letzten Monaten gearbeitet habe, begonnen hat. Ich häng euch zwar ein paar Fotos an, kann euch aber versprechen, dass es unmöglich ist, die Geometrie und die ganze Treppe zu verstehen, ohne eine länger ausgeführte Erklärung dazu abzugeben. Vielleicht nur soviel: Die Holzaufbauten die man auf den Bildern sehen kann sind die Gußform für die Treppe, die letztendlich aus Beton sein soll. Die riesen Panele sind Wandpanele. man soll also nicht auf diesen Teilen eine halbe Bergwanderung zum zweiten Stock veranstalten, sondern der Blick auf den Parkplatz ist durch diese Wand nicht mehr möglich. Der Sinn – in den 1. und 2. Stock unseres Gebäudes zieht ein Designmöbelhaus, das durch die Treppe verbunden ist. Wenn nun ein Kunde vom ersten in den zweiten Stock laufen will, soll er nicht auf den hässlichen Parkplatz kucken, sondern rein ins Gebäude.

Immernoch schwer vorstellbar, aber unglaublich cool. haha!

Und ein letzter unglaublicher Event! Am letzten Tag einer Arbeit durfte ich in der Glaswerkstatt die direkt an unser Gebäude angeschlossen ist und unsere Lampenschirme für die Glasleuchten herstellt selbst auch Glas blasen! Über die ganze Zeit meiner Arbeit dort habe ich die Jungs die dort arbeiten genervt und drum gebeten, das auch mal ausprobieren zu können und am letzten Tag durft ich dann. Und daraus ist tatsächlich auch ein Glas geworden, ein Trinkglas, natürlich nicht wunderschön, aber von mir selbst höchstpersönlich handgemacht!! Das war ein unglaubliches Erlebnis, hat so viel Spaß gemacht. In dem Fall hätt ichs wirklich gern wenn ich nochmal die Möglichkeit hätte, das zu machen. Aber ich könnte nur am Wochenende vorbei kommen, wenn die Jungs an Sachen arbeiten, die sie nicht für die Agentur herstellen. Und die nächsten Wochenenden scheinen sie nicht zu planen, in der Werkstatt zu sein. :( Schade, aber zumindest konnte ich es einmal ausprobieren!!

Das Foto, das “words dont fit the picture” zeigt, ist eine Installation vor der Vancouver public library. Ich hab ja schon viele Bibliotheken gesehen, aber die war einfach unglaublich. 6 Stockwerke, riesengroß auf jeder Ebene und so viele Bücher in die Regale gepresst, dass man die Welt darum bitten will, keine Bücher mehr zu schreiben, weil kein Platz mehr für sie in der Bibliothek ist. Das war ziemlich unglaublich, denn auf einmal war klar: Es gibt soooo viel zu wissen und nichtmal im Ansatz genug Zeit, um das auch aufzusaugen.

Ausserdem war ich in diesem unglaublichen!!!! Eishaus. Die Fotos zeigen nichtmal im ANSATZ die Auswahl an Eissorten die man dort kriegen konnte. Die hatten einen riesigen Halbkreis voller Eistheke in diesem Laden, und ich würde ungelogen behaupten, dass man eine Auswahl von über 150 Eissorten hatte. Es gab sogar Avocado Eis!! Nachdem man also an der Kasse im Vorraus 2 Kugeln bezahlt hat, verbringt man dort die nächste Stunde damit, alle möglichen Eissorten auszuprobieren. Und wenn man sich dann letztlich für 2 Kugeln entschieden hat, ist der Bauch schon so voll mit Probier-Eis, dass es eigentlich schon fast Frevel (haha, ja Lili, ich hab grade deinen Nachnamen in einem Satz verwendet! Wie lange ich dieses Wort nicht benutzt habe… ) ist, noch zwei Kugeln hinterher zu essen.

Und um letztendlich auch noch das Aufzugfoto zu erklären.. Jaa, was ist denn so besonders am Anblick von 30 Stockwerken, es gibt höhere Hochhäuser. An dem Anblick ist eigentlich nichts besonderes. Vielmehr ist die Stimme, die dir sagt, wo du hingehst, sobald du einen der Knöpfe drückst, etwas ziemlich amüsantes. Diese nette Dame sagt zwar nicht an, in welches Stockwerk man fährt. Aber sie erklärt vorsichtshalber, solltest du es nicht wissen, ob du hoch oder runter fährst. Auch das ist mit Sicherheit nichts besonderes. Witzig ist nur ihr Tonfall. Fährt man nach unten, sagt sie “going down.” aber sie sagt es mit sehr viel Traurigkeit und Unglück in der Stimme. Fährt man nach oben sagt sie “going up!” und sie könnte sich nicht mehr darüber freuen! Der Aufzug führt für mich in den 29. Stock des Woodwards-Buildings, in das Anfang September eins meiner Mädels hier gezogen ist. Der Ausblick auf dem “rainy day” Foto ist aus ihrem Apartment.

So langsam wirs hier Herbst, und die Tage werden trüber – heute morgen war noch schön aber inzwischen ist kein wolkenfreier Fleck zu sehen. Ich hoffe, Karen kriegt während ihrer Zeit hier auch nochmal das schöne sonnige Vancouver zu sehen!

Aber auch wenn jetzt der Regen kommt, Vancouver war und ist wunderschön und ich werde es nicht vergessen!! Ich habe hier ja schon Regentage erlebt – die können der Schönheit dieser Stadt nichts anhaben. Eher geben sie ihr eine gewisse melancholische Poesie.

Zum Abschluss bleibt mir also nur zu sagen… Auf bald Vancouver, ich komme wieder.

Und auf bald liebe Freunde, bald bin ich zuhause!

eure Chrischtl



UP, date!

Liebste Leser, denen mein Blog immernoch nicht zu langweilig geworden ist.

weil ich ja doch nie schreibe.

Aber heute mal wieder, ausnahmsweise!

Wird ja nun auch Zeit, ich bin ja umgezogen und es gibt einiges zu erzählen!

Lasst mich als allererstes von der Bräunung meiner Füße berichten. Meine Füße sind braun!!! Das waren sie das letzte mal… Naja, das letzte mal, als ich Freizeit im Sommer hatte. :D Ich find das tatsächlich so faszinierend, dass ich jeden Tag staunend an mir runterschau.

Aber gut, das interessiert euch wahrscheinlich nicht. :D

Ich bin nun also umgezogen und der Himmel hat es so gewollt, dass ich doch nicht nur Hausintern sondern komplett umziehe. Also habe ich mich umgesehen und ein WG-Zimmer direkt am Commercial Drive gefunden. Also da, wo ich eigentlich ursprünglich hin wollte. Die neuen Mitbewohnerleins sind tatsächlich “-leins”, beide süße 20 und grad ein bisschen am abdrehen. Allerdings in Maßen so dass ich ganz gut damit klar komme. Ausserdem hab ich den Drive direkt vor der Haustür, was egal was wieder gut macht.

DENN. Hier am Drive sind all die guten Kneipen. Und in all diesen guten Kneipen sind JEDEN Abend Live-Bands. Oder Poetry Slams. Oder Open Mics. Diese Strasse lebt also mit all den Dingen, die ich am Leben so mag. Ich fühl mich hier sehr viel wohler als in Kits, wo alle davon leben, zu joggen. Nichts gegen joggen. Ich weiß, viele von euch machen das. Und das freut mich für euch. haha. Aber in Kits machen die Leute das aus einem Schönheitsideal heraus und weil sie alle so aussehen wollen wie die Schauspielerinnen in Hollywood. Das is anstrengend und wenig erträglich. Hier joggt fast keiner. Dafür trinken alle ganz viel Kaffee. Da fühl ich mich doch gleich viel besser!

In den Fotos also eine kleine Vorstellung meiner neuen Nachbarschaft. Hier kann ich auch nicht anders als immer wieder die Poster und Flyer die so an den Laternen hängen zu fotografieren. Ausserdem verkaufen Kanadier die Zukunft und haben tolle Straßenlichter Downtown.

So nun allerdings auch mal ein Wort in allen Ehren.

So sehr es mir hier gefällt und so wohl ich mich fühle, möcht ich eure Rolle nicht so herunterspielen. Ich vermiss euch Nasen ganz schön und ich freu mich auch sehr, euch wiederzusehn. Wobei ich euch natürlich noch viel lieber einfach alle in Vancouver hätte! :D Dieses Kanada hats mir angetan. und ich werde zurückkommen müssen. Irgendwann.

Die Arbeit läuft weiterhin gut, die Treppe, an der ich eigentlich seit meiner Ankuft gearbeitet habe, wird grade realisiert und mir fallen die Augen aus dem Kopf. Es ist eine Sache, etwas theoretisch im Rhino aufzubauen. Aber eine ganz andere, sie auch entstehen zu sehen. Das raubt mir regelrecht den Atem. Dummerweise bin ich aber auch die einzige gewesen, die an dieser Sache gearbeitet hat, das heißt, dass alle, die das jetzt realisieren, von MEINEN 3d-Daten abhängig sind und wenn irgendwas schief geht ists auch schlicht MEINE Schuld. Das fühlt sich natürlich n bisschen viel an für so ne kleine Praktikantin. Aber gut, irgendwann muss man ja mal lernen, mit Verantwortung umzugehen! Und je mehr ich davon entstehen sehe, desto stolzer bin ich. Gerade, weil mein Chef mir erlaubt, die fertige Treppe in mein Portfolio aufzunehmen. Ich werd die Fertigstellung wohl nicht mehr sehen, das ist natürlich sehr schade. Aber mir wurden gute gute Fotos versprochen und sobald ich die habe, teile ich die natürlich!!

Zu guter letzt bleibt mir zu sagen… “Yes, we´ve changed a little bit.”

Mal sehen was ihr so dazu sagt, wenn ich wieder zu Hause bin, aber ich finde, die Veränderungen sind natürlich nur zum Guten.

Ich hab heute meinen Endgültigen Heimflug gebucht. Und ab dem 27. September kann man die neue Chrischtl in Erlangen begutachten. Und langfristig dann natürlich wieder in Coburg. Erstmal.

Also lasst es euch gut gehen und ich hoffe, ihr seid nicht zerflossen wenn ich wieder da bin!

Es drückt und winkt,

die Chrischtl



da und schon wieder weg!

Hallo liebe Freunde!!

ich weiß, es ist nun schon eine Weile her, dass ich geschrieben habe, aber es stellt sich doch ein gewisser Alltag ein und auch ich geh jeden Tag ganz einfach von morgens bis abends arbeiten, da kommts schon mal vor, dass nicht so viel passiert!

Aber letzte Woche ist dann ja doch einiges geschehen, weil ich Besuch aus der Heimat hatte! Eine Woche mit Chrischi und Dirk, und eigentlich auch die erste Woche, in der auch ich etwas Zeit hatte, hier wirklich entspannt rumzufahren und die Stadt und das Land drumrum zu entdecken. Euch beiden nochmal ein dickes Danke für die super Woche!!!

Die ersten beiden Tage ihres Besuchs musste ich noch arbeiten, aber ab Mittwoch hatte ich frei und hab mich bei allen Freizeitaktivitäten angeschlossen. Mittwoch sind wir Whale-Watchen gegangen, das war ein kompletter Tagestrip, weil man doch etwas rausfahren muss (sogar bis in amerikanische Hoheitsgewässer) um den “Residents”, also den Orkas, die sich das ganze Jahr über an der Küste dort aufhalten, zu begegnen. Und nicht nur der Anblick der Orkas war der Wahnsinn, aber auch die Landschaft an sich. Man fährt an vielen kleinen Inseln vorbei, die trotzdem alle leicht besiedelt sind. Wunderschöne, ziemlich große Häuser, auf diesem wunderschönen Inseln mitten in der Friedlichkeit der kanadisch/amerikanischen Westküste. Man sieht sich das an und denkt sich eigentlich nur “wenn ich groß bin, will ich hier wohnen.”. Oder zumindest eins dieser Häuser da besitzen und einmal oder zweimal im Jahr für 5 Wochen mit ner Gruppe Kreativer dorthin abhauen und in dieser Umgebung arbeiten. Wow.

Die Fotos, die ich hochstelle, werden dem ganzen kein bisschen gerecht – aber dennoch, für die kleine Vorstellung, kann ich ja schlecht keine raufstellen. Meine Facebook-Friends werden die meisten eh schon kennen. ;)

Am Tag drauf sind wir nach Whistler gefahren, wo inzwischen zwar immernoch relativ viel los ist, aber kein wirklicher Schnee mehr liegt. Zwei Abfahrten waren noch frei, aber das wars dann auch. Ich hatte vorher ja schonmal Whistler beschrieben, ich glaub, das gleiche Gefühl haben dann auch die Jungs gekriegt. Dieses Shoppingmall-Gefühl das man da kriegt ist einfach irgendwie… Anstrengend. Also sind wir relativ bald wieder ins Auto gestiegen und weiter in die Natur bis nach Pemberton gefahren – eine kleinere ursprüngliche First-Nations Ansiedlung, die im Zuge von Olympia natürlich auch ziemlich ausgebaut wurde. Durch Pemberton einfach durch hinaus in die Pampa. Und auf einmal kriegt man auch nur eine kleine Vorstellung davon, was für unglaubiche Weiten dieses Land haben muss.

Kanadas “Urwald” hat die größte unberührte Fläche der Welt. Im Zuge der Besiedlung durch England und Frankreich, die sich dann ja auch eine Weile in einem Bürgerkrieg um die Vorherrschaft in Kanada stritten, wurde den First Nations – also den Ureinwohnern – viel genommen. Vor ein paar Jahren (und nagelt mich jetzt bitte nicht drauf fest. ich bin so schwammig weil mehr Details schlicht gefährliches Halbwissen wären) hat die Regierung den First Nations allerdings einen Großteil des Landes wieder zugesprochen. Sie versuchen, sich ihren urkulturellen Lebensstil wieder aufzubauen. Das gelingt leider nur so und so weit, weil im Zuge der Industrialisierung natürlich auch westliche Kräfte ins Land kamen, die zwar nicht unbedingt den Urwald Kanadas zerstört haben, aber dennoch Fischfang und ähnliche Dinge betreiben und damit nicht nur den First Nations sondern natürlich auch dem ganzen natürlichen Umfeld – den Tieren, Grizzlys, Wölfe, … – ihrer Grundlage berauben. Jährlich findet hier an der Westküste der nordischen Hemisphäre der “Salmon-Run” statt. Das ist Pazifik-Lachs, der aus bisher ungeklärten Genetischen Gründen nach 4 Jahren seines Lebens den Drang entwickelt, an den Ort seiner Geburt zurück zu schwimmen. Woher sie das genau wissen, ist genauso ungeklärt. Der Ort seiner Geburt allerdings ist das, was die ganze Sache so einzigartig macht. Pazifiklachs lebt wie der Altantiklachs ganz normal im Meer, wird aber in den Flüssen, die sich überall aus den Gletschern der nordischen Hemisphäre ihre Wege ins Meer bahnen, geboren. Der Lachs schwimmt also gegen den Strom die Flüsse wieder hoch und ist damit sogar in Süßwasser. Damit hat er jahrelang die komplette Tierwelt und die First Nations ernährt. Das wird von Jahr zu Jahr natürlich immer weniger, weil man in Berlin nunmal auch gerne Lachs isst. (naa, hab ich euch da erwischt? ;P)

Tschuldigung, kleiner Natur-Geschichte-Ausflug am Rande. Aber für mich ist das der Wahnsinn. Normalerweise schaut man sich eine Doku an, die einem all das erzählt und irgendwie ists klar beeindruckend aber dennoch einfach irgendwo völlig anders auf der Welt. Das ists für euch immernoch, aber für mich ists nebenan. Das macht das ganze einfach unglaublich.

Die meisten Abende haben wir am Strand verbracht sofern das das Wetter zuließ. Aber eigentlich hatten wir auch nur 2 Tage wirklich Regen. Die beiden haben sich also sogar eine richtig schöne Woche zum Besuch rausgesucht, denn die kompletten zwei Wochen davor hat es hier so ziemlich durchgeregnet!

Es ist Mitte Juni und eigentlich sollte auch hier schon Sommer sein. Aber an eure Temperaturen kommen wir einfach nicht ran (werden wir aber nie. Hier wirds im Sommer maximal 28 Grad.).

Wir sind vieeeel gelaufen, haben am Strand einiges an Bier vernichtet, haben gut gegessen. Ach ja. Ich hab mir doch tatsächlich Seafood angewöhnt. Man glaubt es nicht, aber ich mags! Sehr sogar! Was allerdings nicht heißt, dass ichs zuhause weiter essen werde. Der Fisch hier ist so gut, weil er so wahnsinnig frisch ist. Der Fisch zuhause ist so schlecht, weil er so nach Fisch schmeckt. Haha! :D Frischer Fisch tut das nich! Wirklich nich! Nur ganz leicht! :D

Nach einem kurzen emotionalen Durchhänger wegen dem Besuch, der jetzt wieder weg ist, gehts mir wieder wunderbar hier. Ich versuche nur, das alles hier so gut wie möglich als nicht selbstverständlich zu betrachten. Wenn das Wetter schön ist, bin ich normalerweise sofort am Strand und les, bin da mit Leuten oder lass einfach nur die Sonne auf mein Gemüt scheinen. Das Meer direkt vor der Haustür zu haben ist einfach was unbeschreiblich besonderes. Und wenn ich von hier weggehe, wird mir das wahrscheinlich am meisten fehlen. Dass ich das Meer hier, wo ich wohne, allerdings auch wirklich DIREKT vor der Haustür habe, hat dazu geführt, dass ich nun beschlossen habe, doch nicht an die Mainstreet oder den Commercial Drive zu ziehen. Dort kann man gut essen, super trinken gehn und wunderbar shoppen. Aber das kostet alles Geld. Das Meer ist viel schöner und kostet nix. ;) Also bleib ich hier. Zieh hausintern um. Zu den Mädels nach oben, und spar monatlich trotzdem einiges an Miete.

Also Diaak, Chrischi. Ich bleib hier. :)

Weiterer Besuch hat sich angekündigt! Ende Septemer kommt mehr Berlin nach Vancouver! Bis dahin lass ich hier weiterhin noch schön allein die Sau raus!

Ich hoff, es geht euch so gut wie mir, und wenn nicht, kann ich nur empfehlen, mal nach Vancouver zu kommen, diese Stadt ist gut für die Seele! :D

Ich werd mich drum bemühen, in Zukunft wieder öfter zu schreiben, wie sich herausstellt sind an diesem Blog doch mehr Leute interessiert als ich gedacht habe!

Lassts euch gut gehen!

die KC.

das is die Abkürzung für Kanada-Chrischtl.

ha.



immer wieder sonntags

und wieder einmal rufe ich hallo in die unendlichen tiefen des weltweitenwebs.

weils hier einfach zu schön ist, um es nicht zu teilen…

ich wünschte ich könnte euch mehr geben als diese lächerlichen urlaubs-schnappschüsse, weil sie bei weiten nicht zeigen, wie wunderschön diese stadt ist. geruch kann ich nunmal leider nicht übermitteln. aber ich habe immer wieder momente, an denen ich aus dem haus gehe, tief die meereslust einatme und einfach grinsen muss. das ganze wochenende hier war wunderschön. strahlender sonnenschein, 18 grad, es wird frühling! und wenn man in die berge schaut, liegt da immernoch schnee.. wie kann man da nicht grinsen??

ich hab dieses wochenende mal ein bisschen versucht die stadt zu erkunden… war an der hauptstrasse, die in east-van liegt. da herrscht gleich ein ganz anderer vibe. second-hand läden an jeder ecke, überall leckeres günstiges essen, viele cafes und frauen mit kurzen haaren. ja, das hab ich gesagt. frauen mit kurzen haaren. ich finde das bemerkenswert, weil ich hier in meinem viertel fast nie frauen mit kurzen haaren seh. hier sind alle ganz konventionell. mainstreet ist “hip”. und obwohl mainstreet nicht am meer liegt (und das war ja mit der grund warum ich mir meine wohnung hier ausgesucht habe) frag ich mich, ob ich nicht vielleicht da hinziehen will für den rest der zeit hier. ich werd mir das mal noch ne woche durch den kopf gehen lassen. aber ja, warum nicht. alles, was ich umziehen muss, ist ein koffer.

einige von den fotos, die ich heute also hochlade, sind aus dieser ecke. in fact eigentlich alle, die irgendwelche beschriftungen zeigen. so viele schöne schilder und bemalte wände. :D alles andere war von heute, heute bin ich nach granville island spaziert, das ist zu fuß vielleicht 20 minuten von hier an den booten vorbei ein künstlereck am ufer vor downtown. da gibts einen riesigen markt, alles frisch und “organic” – da legen die hier viel wert drauf. ich steh auf die farben und den geruch und das chaos, das granville island hat. darüber hab ich fotos machen leider vergessen, deswegen gibts nur eins zur vorstellungskraft.

seit 2 stunden versuche ich, acht mann zusammenzukriegen um nächstes oder übernachstes wochenende einen speedboat-trip zu machen. weil vorhin auf dem heimweg ein typ aufm jetski ganz cocky an mir vorbeigefahren ist und angeberisch kurven gefahren hat. und ich mir gedacht hab das kann ich auch! also erstmal speedboat, bin guter dinge da genug leute zusammenzukriegen! und jetski werd ich auch probiern. hier hält mich nix auf. ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit aktivitäten.

eigentlich war für nächstes wochenende ja whalewatchen angesagt, aber ich glaub, das heb ich mir fast für chrischi und diaak auf! hat einer von euch schonmal nen echten lebenden wal gesehen?? bestimmt. irgendwer. wer auch immer du bist, sei ruhig und verdirb mir meine aufregung nicht!! :D

ich bin also weiterhin damit beschäftigt, die stadt zu entdecken! es gibt viel zu sehen!

alles liebe zum muttertag, mama! :)

bis bald

es grüßt

die chrischtl

ps. diejenigen unter euch, die mich besser kennen, wissen, wie sehr ich füße hasse, aber ich musste das foto machen um zu beweisen, dass hier unten 18 grad sind und oben auf den bergen noch schnee liegt. und weil ich füße so hasse musste ich sie auch, um sie wenigstens etwas schöner zu machen, lackieren! :D



olympische ausmaße

huhu die damen und herren und freunde der gelegentlichen seichten unterhaltung.

heute nehm ich mir mal wieder die zeit. hab ja nun schon lang nich mehr. wisst ihr denn noch, wie ich ausseh?? :D

ich war heute in whistler snowboarden! und irgendwie war alles anders und doch gleich. ich hab heut auf jeden fall seeeehr viel gelernt:

1. selbst wenn du zu einem gletscher fährst brauchst du dir nicht einbilden, dass im MAI um 2 uhr nachmittags noch schöner pudriger puderschnee auf dem berg liegt.

2. snowboarden macht immer spaß, aber snowboarden macht noch viel mehr spaß, wenn mans nich allein macht. dieser tag war euch gewidmet, liebe snowboardgang. ihr fehlt mir. mit euch hätts viel mehr spaß gemacht!!

3. ein skigebiet kann so groß sein, dass man sich den ganzen tag eigentlich nur verirrt.

4. bloß weil die ersten zwei abfahren rund gelaufen sind, brauchst du jetzt nicht gleich ein angeber werden… *plumps!*

5. gehe nicht ausserhalb der saisonzeiten auf irgendwelche gletscher in deren nähe menschen wohnen, denn die kommen dann raus und zeigen all ihr können mit ihrem “ällä ällä älläbääätsch ich wohn hier ich mach das jeden winter und bin voll cool!”. das sorgt nicht nur dafür, dass man selbst ziemlich blöd aussieht sondern is auch schlecht fürs ego.

6. gehe nicht snowboarden, wenn du dich letzte woche erst von deinem “bandscheibenvorfall” erholt hast.

7. springe nicht über kicker, wenn chrischi nich in der nähe is um es zu filmen.

8. hier könnt ich leben.

was war in whistler anders? KEIN DEUTSCHER APRESSKI! herrlich! danke!! danke danke danke danke danke!!!!!! :D

wie in facebook schon geschrieben… whistler village sieht so aus wie wertheim village. möchtegern “altbauten” von “innuitfamilien” schon vor “jahrhunderten” errichtet, voller shoppingmöglichkeiten, cafes, bars, kneipen, restaurants. das is grotesk. (zwischenruf. ich stell grade fest wie lange ich das wort grotesk schon nichtmehr benutzt hab und wie sehr ich es dennoch mag.) man kommt da so ganz unkonsumentenhaft und glückbeseelt aus der gondel (weil die talabfahrt inzwischen fast komplett abgetaut ist… ) und wird total vollgeballert mit all diesem “kauf mich!!” und plötzlich fällt auch wieder auf, wie gern die kanadier so gern sie doch kanadier sind auch europäer wären, zumindest wenn man sich anschaut, was für ketten es hier so gibt in denen man einkaufen kann. da ist einiges bekanntes dabei. ich bin auf anraten der verleih-lady heute ein sehr viel kürzeres board gefahren als das, was ich zuhause hab. das sah nich nur geil aus sondern hat auch viel besser funktioniert. also liebe gang. bei unserem nächsten trip hab ich zwar noch das gleiche sonnige outfit. aber mit sicherheit ein neues board.

sonst… ja…

mein bandscheibenvorfall…

ich hab versucht, das 1:10 betonmodell von unserem gebäude hochzuheben. danach konnt ich mich nich mehr bewegen. das war vor zwei wochen. dann hab ich physio gemacht. und mich einrenken lassen. und überhaupt. seitdem isses besser gewesen, fast weg eigentlich, aber nachdem das heut ne ziemliche belastung für den rücken war, werd ich morgen wohl wieder nichts anderes machen als rumliegen. :D

meine crew hier wird immer cooler. langsam werd ich normal, langsam komm ich mit auf englisch souverän sein ganz gut klar, also wird die kommunikation auch immer besser. der einzige und wohl gravierendste unterschied zwischen mir und denen ist wohl, dass ich wirklich von montag bis freitag von morgens bis abends jeden tag kontinuierlich arbeite. d.h. ich komm schon auch öfter mal heim und will einfach meine ruhe, weil der tag anstrengend war. und dann klopfen trotzdem mindestens 3 mal, wenn nich 10 mal irgendwelche leute an meine tür und wollen, dass ich noch dies und jenes und das mitmach. das ist grundsätzlich super und eigentlich kein grund sich zu beschweren weil sie mich offensichtlich integriert haben oder dabei sind mich zu integrieren und das is ja top. aber wenn man dann bei jedem zweiten mal “nein” sagt, weil man einfach hinüüüber ist, fühlt man sich auch nich so richtig mittendrin. was soll ich sagen! ich brauch halt meinen schönheitsschlaf!

mein chef fährt nen smart. das find ich saucool. einfach, wegen der attitude, die das aussagt. dem kerl gehört das gebäude in dem wir arbeiten. ich will gar nich wissen, wie das haus aussieht, in dem er lebt. er streckt ziemlich viel kohle für projekte vor, die er einfach machen will und noch nich sicher weiß, wie sie ankommen werden. er könnt sich mit sicherheit was “cooleres” leisten als nen smart. aber er fährt nen smart. hahahaha! super! und das coolste ist, dass ich ihn ab und zu auch fahren darf. hehe! wenn mal was zu erledigen oder zu besorgen ist. das erste mal hat er mir den schlüssel gegeben und wir waren glaub ich beide nich so ganz sicher, ob das ne gute idee ist.. und während meiner ersten fahrt hatt ich auch tatsächlich schiss, natürlich nich, weil ich ne wuchtbrumme unterm arsch hatte, aber weils einfach das auto von meinem chef ist! aber die nummer ist super gelaufen, und seitdem bietet er mir sein auto immer wieder an, wenn irgendwas zu besorgen ist. ich glaub, er weiß einfach, dass er mir nen gefallen tut, weil ich autofahhhn so vermiss! :)

alles in allem.

gehts mir weiterhin wunderbar! es wird hier langsam frühling, die sonne geht später unter, so wie bei euch ja auch, es bleibt auch nachts wärmer und bald kann man sich den ganzen abend an den strand setzen und den sonnenuntergang und danach die laue nacht geniessen.

ich habs schon gut.

im anhang ein paar fotos von whistler. sind nur n paar und die sind auch nich so doll, weil ich meine cam nich dabei hatte und fotos mit meinem iphone machen musst. und der akku von dem war fast leer und deswegen wollt ich nich so viele schießen. und ich war beschäftigt mit snowboarden, also gebt euch zufrieden! :D

meer und verschneite berge alles in allem direkt vor meiner haustür!! gibt es einen besseren ort??

finde es heraus. :)

bis baaald

schmatz

eure chrischtl

achja… ps.

das, was ihr auf den photos vom skigebiet sehen könnt (was zugegebenermaßen eh nich viel is weils noch am morgen war und da noch einige wölklein am himmel…) ist vielleicht grademal 1/15 von ganz whistler.. riesig. hatt ich schon erwähnt, glaub ich. und an jeder station gibts so n “guest messages” schild, wo man ne nachrricht an den rest seiner leuts schreiben kann, wenn man nich mehr warten will. das mal ne idee! sollten wir mal unseren skigebieten vorschlagen, wa, chrischi?? :D



one day in the life of…

guten abend liebe freunde! oder in eurem fall.. guten morgen! :D

ich habe nun schon mehrfach beschwerden über meine unkontinuität im bezug auf das beschreiben dieses blogs gehört.. dazu möchte ich nur sagen:

Ich wollte das hier NIE zu nem tagebuch machen und wenn ich jeden tag schreiben würde, würde damit allen, einschließlich mir, ziemlich schnell langweilig werden.. und man muss den spannungsbogen doch erhalten! ;)

ja, wies mir momentan so ergeht… vielleicht erstmal steckbriefe zu den leuten, die mich hier so umgeben: in der arbeit sind wir imbüro mit mir 5 leute, ich die einzige frau. in vertrieb und produktion, was im gleichen gebäude und auch auf der gleichen ebene ist, sind wir aber einige mehr und da sind auch ein paar frauen dabei. die sind alle sehr lustig nett und offen und freuen sich, wenn sie mich sehen. :) die 4 jungs die mich umgeben sind mein chef, der mich grade nich umgibt, weil er in mailand ist, mark, der längste mitarbeiter von omer und auch architekt, spencer, seit 2 jahren da und produktdesigner und paul, auch ein praktikant und architekturstudent. versteh mich mit allen sehr gut, bisher keine reibereien, aber ich mach ja auch meine arbeit zuverlässig. ;) und mit spencer hab ich schon nen freund im fußball gefunden – wobei, nicht mit spencer direkt, sondern mit einem seiner besten freunde, der ein großer fan des deutschen teams ist – und damit jemanden, mit dem ich trotz immensem desinteresse der kanadier (was wohl daran liegt, dass sie im fußball einfach SCHLECHT sind!! ;) ) mit dem ich die WM anschauen kann!

Hier im Haus wohn ich zusammen mit Amin, Filmstudent, und Rachel, keine Ahnung was die eigentlich den lieben langen Tag so macht.. ;) Sonst noch im Haus zu finden sind einige Mädels, wir haben da eine WG mit der wir ziemlich viel machen, das sind Sacha, Ange, Jodi und Bree. Ausserdem den liebenswerten Australier Danny, der zuvor in meinem Zimmer gewohnt hat und jetzt eine eigene kleine Wohnung im Haus hat. Auch hier bleibt mir nur zu sagen: Alles liebe Menschen, man wird sehen, welche über die Zeit die Lieblinge werden!

So und nun zur eigentlichen Intention des heutigen Posts. Für euch alle im allgemeinen und für Fabi im besonderen gibts heute eine Gallery mit meinem Weg von der Arbeit zurück zur Wohnung. Für alle Freunde des gepflegten Street-View.

Die Fotos solltet ihr euch in der richtigen Reihenfolge anschaun, dann kann ich euch auch ne Geschichte dazu erzählen!

Also, wir starten im Büro, eigentlich ist das eine große Fabrikhalle, die hier und da von vielen übereinandergestapelten Kartons oder der ein oder anderen Wand unterbrochen wird. Das Foto mit dem Rechner an den zwei Fenstern ist mein Arbeitsplatz. :)

Von dort aus laufen wir zum Aufzug, den man, man beachte!, nur mit dem Chip bedienen kann, sonst kommt man da weder rauf noch runter. Hinaus in die Lobby, wo einige Arbeiten von Omer zu sehen sind und an die Tür, durch die auf abgefahrene Weise Licht strahlt. Seit neustem ist an der Tür auch ein Schild, wie man die Tür zu bedienen hat, weil die Studenten von Emily Carr, der Kreativ-Uni hier in Vancouver die eine Workshopfläche einen Stock über uns haben, wohl noch nich so ganz kapiert haben, wie das geht mit der Tür. ;) Hinaus, da sind wir also, an der 1760 West 1st ave!

Wir laufen nach links, jaaa, wirklich nach links, ich hab drüber nachgedacht! Am Parkplatz des Gebäudes und an einem Autoverkauf vorbei und treffen auf die Burrard Street, die, würde man ihr nach rechts weg folgen, direkt über die Brücke nach Downtown führt. Wir folgen ihr aber nicht sondern laufen weiter gerade aus und ignorieren das “road closed” Schild, weil man als Fußgänger da trotzdem langkann. Überall grün, überall Frühling!

Bei der nächsten Straße, auf die wir treffen, biegen wir nun aber rechts ab – eigentlich könnte man auch noch einen block weiter gradeaus gehn, aber dann würden wir “plögers delikatessen” wos deutsches brot und überhaupt ganz viele deutsche sachen gibt und “pane from heaven” verpassen und damit meinen guten-morgen-kaffee. sehr sehr lecker! Also dort kurz halt gemacht, Kaffee geholt und weiter gehts an die nächste Kreuzung zur Cornwall Street. Die trifft, wenn man wieder nach rechts läuft, auch auf Burrard und wir wären wieder in Richtung Downtown unterwegs. Aber wir laufen links, weil da wohn ich. Vorbei an Starbucks, Solarium, einigen Coffeeshops und Bars – und nicht zu vergessen!! Veras Burger! Sieht nicht so appetitlich aus das Logo wie die Burger sind, aber versprochen, die sind lecker! Weil ich aber ständig Burger hier ess, machen wir da heute nicht Halt. Weiter gradeaus kommt Mac´s, der 24 Stunden-Shop direkt ums Eck. Wäre hilfreich, wenns da auch Bier geben würde. ;) Aber hier gibts Liquor Stores, Alkohol gibts nicht im Supermarkt. Dafür alle möglichen Tabletten. Jeder hat so seine Krankheiten! Wenn wir an Mac´s vorbei sind, laufen wir rechts. Würden wir jetzt so lang gradeaus gehen, bis nich mehr geht, wären wir am Strand. Das sind jetzt vielleicht noch 600 Meter. Aber wir bleiben links vor dem kackbraunen Haus mit der Nummer 1430 stehen und gehen rein.

Nach der wunderschönen Eingangshalle ist mein Apartment das erste Apartment rechts rechts. ;) Die 111! Herzlich willkommen!

Ich hab euch jetzt nicht das Wohnzimmer fotografiert weil Rachel da grad saß und gearbeitet hat.. Das wär ja nicht so nett gewesen.. Aber ich habs mal angedeutet. Rechts vom Wohnzimmer ist mein Zimmer. Da ist mein Fahrrad! :) Und mein Schreibtisch. Mein Bett geht euch nix an. :D

Wieder raus aus dem Zimmer schauen wir in den Flur. Links ist das Bad, das nicht so schön ist, dass mans fotografieren sollte… Und rechts die kleine aber feine und süße Küche. Endlich gibts Lunch!

Ich hoff, es geht euch gut ihr lieben…

Ich meld mich wieder, wenn ichs für richtig halt! :D

Drück euch, bis bald!

eure Chrischtl



back to van!

Halli hallo und herzlich willkommen zurück zu “Chrischtl back in Vancouver”!

Ich bin also zurück aus Tofino und ich hatte mal mehr, mal weniger Spaß! Im großen und ganzen wars aber ein tolles Wochenende… Es war doch nicht vieeeel zu kalt zum surfen wie anfänglich gedacht aber mir persönlich waren die Wellen als kompletter Anfänger doch etwas zu hoch, also werd ich mir Tofino wohl nochmal für ne Woche im Sommer anschaun und dann länger bleiben und dann länger Zeit zum üben haben damit ichs nicht nur einen Tag versuch, frustriert nach Hause geh unds dann nie wieder probier, weil ich schlechte Erinnerungen an den letzten Versuch hab… ;)

Die Leuts sind alle ganz nett, soweit ich das oberflächlich, wie man sich nunmal in so ner großen Gruppe kennenlernen kann, beurteilen kann.. Nach diesem Trip hab ich beschlossen, direkt einen Trip nach Whistler am nächsten Wochenende hinterher zu schieben, weil am Ende nicht mehr so lange Schnee liegt und ich will unbedingt auch mal snowboarden gehen hier!!

Ausserdem hab ich mir ein Ziel für 2010 gesetzt: Dieses Jahr werde ich eine Beinprothese entwickeln. Wir haben hier im Haus einen Mann, der eine trägt und er hinkt weil das Kniegelenk kein gescheites ist und morgen treff ich mich mit ihm auf nen laaaangen oder einfach mehrere Kaffee und werd mal mit ihm drüber quatschen was daran alles so unbefiedigend ist und ich weiß ich hab mir da ein riesen Ding aufgehalst aber es macht mich so enthusiastisch, dass ich den Satz gar nicht richtig beenden kann merkt ihr das und deswegen werd ich das machen und mir die Zusatzarbeit einfach aufhalsen!! Bin schon sehr gespannt was dabei rauskommt!! Morgen erstmal das Gespräch mit ihm und dann Research, research, research für den nächsten Monat und dann auf ins Geschehen!!

Anbei noch ein paar Fotos von Tofino – die Strecke dorthin war wunderschön, überhaupt ist Vancouver Island wunderschön… Dass es einen Ort gibt, durch den man 4 Stunden lang fahren kann und trotzdem fast nichts anderes als Wald sieht ist schon beeindruckend.. Und wir sind von +3 Grad in Nanaimo zu -4 Grad mittendrin zu wieder +6 Grad in Tofino gefahren.. Also hatten wir in der Mitte der Strecke Schnee liegen… Kann es einen besseren Ort geben?? Surfen im Sommer und Snowboarden im Winter… Leute, es wird allerhöchste Zeit, dass ihr eure Flüge bucht!! :D

ohhhh!!! aaand! das foto mit dem titel “tofino1″ ist auf dem weg zurück von Tofino nach Vancouver… Man kann Vancouver und Nord-Vancouver am Horizont erkennen… daneben die Berge… Noch etwas weiter links ist Whistler!! Come, come!! :D Und das Auto war unser Leihwagen.. Manmanman.. Die Amis.

Bis bald!!

Schmaaatz

euer Chrischtl



since i´ll be gone

guten abend liebe leute!

heute war mein erster arbeitstag und er war wirklich richtig erstaunlich gut! das büro ist wirklich cool, die leutz sind sehr nett. das sind sowieso die meisten in vancouver. das einzige, was etwas schade ist, ists dass es seeeehr ruhig ist in diesem büro. keine musik, jeder hat so seine stöpsel drin und überhaupt wird nich sooo viel geredet. ich hab mich heut dann direkt mal mit dem 2. praktikanten zusammengetan und mit ihm eine gegenform für das gebäude, in dem wir sind, in 1:10 (glaub ich…) gebaut… Die planen nämlich grade den Parkplatz zu gestalten, was ziemlich aufwendig und ich will gar nicht wissen wie teuer wird. aber dafür brauchen sie ein modell von der bude, damit man da allen möglichen kram dran und drauf und überhaupt bauen stellen legen basteln kann. also gegenform für betonguss gebaut. sehr geil! kein rechner am ersten tag! :D hab direkt auch überstunden gemacht… ahahah. ich bin sogar länger geblieben als der chef selbst, aber ich wollt diese gegenform einfach fertig haben, damit wir dienstag früh gleich gießen können.

noch ein paar nette kleinigkeiten, die ich bisher nicht erwähnt hatte: was ich unglaublich an diesem land mag, ist das man, egal, wo man hingeht – seis eine offizielle stelle, ein restaurant oder ein stinknormaler shop – immer erstmal mit einem “hello! how are you today?” begrüßt wird. klar ist das ne leere floskel, klar interessierts die nich wirklich aber ich finds trotzdem einfach schön. wir machen das nich! aber das beste is!!! hier an den ampeln gibts genauso drücker wie bei uns zuhause, wenn man als fußgänger drüber will.. nich an allen, aber an denen, an denen nich sooo oft fußgänger sind… und die geben dann ein signal, sobald man über die straße laufen kann.. das sind unterschiedliche signale, aber das von der ampel hier ums eck von meiner wohnung is der hit! .. denn es klingt wie eine dieser plastik-trompeten, die man kindern vorne ans fahrrad dranbastelt mit so nem gummiball voller luft hinten dran auf den man dann drückt und dann kommt das hupen. jedesmal, wenn ich das hör, lach ich mich kaputt!! ahahahhaa! ich finde, das sollten wir in deutschland auch machen, das erhellt die gemüter!

Ausserdem hab ich heute mein Fahrrad von Omer bezahlt bekommen und coolerweise um einiges mehr von ihm gekriegt, als ich tatsächlich für das Fahrrad bezahlt hab.. Und ihm heute auch gesagt, dass ich ein Working-Visa hab, also eine Arbeitserlaubnis also auch eine Social Insurance Number und damit alles, was man in Kanada braucht, um bezahlt zu werden… Sieht so aus, als würd ich doch ein kleines Endgelt für mein Praktikum bekommen! yaaaaay!

Ein iPhone hatt ich gestern noch, aber nur für 15 minuten, dann hab ichs geschafft, es höchstpersönlich wieder zu locken. Glücklicherweise gibts hier auf Craigslist auch für die gelockten iPhones einen großen markt, d.h. ich werds wohl für fast das gleiche, was ich bezahlt hab, auch wieder loswerden. Lucky me! Ich such weiter.. Habs nich eilig. ;)

Morgen ganz früh in der früh fahren wir jetzt also nach Tofino und machen den Surf-Trip.. Und nachdem ich noch kein iPhone hab wird posten zumindest etwas schwerer… Vielleicht kann ich mir zwischendurch ma eins von den anderen leihen, vielleicht abr auch nich und dann kriegt ihr halt erst am Dienstag wieder ein update! Ich werd versuchen, zwischendurch mal ein Lebenszeichen von mir zu geben!

Dirk schon per sms mitgeteilt: Die Interfaceagentur, die Spieleentwicklung im gleichen Gebäude macht, heißt passend zum Thema “Smoking gun” und mein Kollege hat mir heute nochmal bestätigt dass die “all secrecy” sind und alles vor einem verstecken, wenn man mal da oben ist… :D sehr geil. also keine ahnung, was die machen, hab sie auch noch nich gegoogelt, aber vielleicht gibts die auch noch nich so lang, einfach mal schaun, was man so findet!

Wenn wir uns nich hören – obwohl ich ja jetzt meinen tollen vertrag mit international unendlich freien kostenlosen sms hab, also is uns gar nich hören unwahrscheinlich – wünsch ich euch ein tolles wochenende! ich hoffe, es geht euch gut! und trotzdem muss ich zugeben, euch auch ein bisschen zu vermissen… :)

löwenstr. 11 rocks! :*

bis baaaald

chrischtl

ps. ich glaub, das war der beste burger, den ich je gegessen hab…



so much things to see!

Heut hab ich mal meinen ganzen Orga-Kram erledigt… Naja.. Zumindest den ersten Teil.

Ich hab ein Oldschool Rennrad für 100$ erstanden! Und ein Schloss für 20. :D

Ein Konto hab ich jetzt auch! Und eine BCID (British Columbia Drivers Licence) hab ich heut auch bestellt und im nachhinein festgestellt, dass ich die gar nicht brauche. Naja. Man braucht hier nämlich auf jeden Fall irgendeinen kanadischen Nachweis um sich ne Sim-Karte zu holen.. Angeblich war diese BCID die einfachste geschichte.. Also bin ich da heut hin und hab eine bestellt für 35 Euro. Dann haben die gesagt das dauert 4 Wochen. Dann hab ich mir gedacht alta ich kann doch nich 4 wochen noch mit meiner Handynummer hier rumrennen, ich will gar nich wissen, was das kostet. Dann bin ich nach Hause und habs erzählt. Und dann hat mir mein Noch-Mitbewohner (noch weil er grade noch in meinem Zimmer wohnt… ;) ) gesagt, dass ich mir, weil ich ja eine Arbeitserlaubnis hab, auf Grundlage dieser eine Sozialversicherungsnummer holen kann und die reicht den Handyleuten auch und das dauert nur nen Tag. Das mach ich also morgen.

Für den Weg, den ich da zurücklegen muss hab ich mir schon die ein oder andere Action rausgesucht.. Morgen Vancouver Art Gallery, die liegt nämlich auf dem Weg. Und weil ich schon dabei war, hab ich mich direkt noch weiter über kulturelle Events in Vancouver informiert und mir direkt eine Karte für Pecha-Kucha Night im Vouge Theatre gekauft.. Und wer jetzt nicht weiß, was das ist, schämt sich erstmal für nen moment und schaut dann hier nach:  http://www.pecha-kucha.org/ :P

Ausserdem haben mich meine neuen Mitbewohner direkt für Ihren Wochenendtrip mit eingeplant! Also fahren wir nach Tofino (soweit ich das jetzt verstanden hab 3 Stunden oder bisschen mehr Autofahrt von hier..) Das ist eine Küstenlandschaft noch weiter ausserhalb. Und da werd ich dann wohl meine ersten Surf-Schrittchen wagen! :D Mal sehen, wie das geht! Da bin ich auf jeden Fall von Freitag bis Montag. Keine Ahnung, ob ich da auch Internet mit hinnehmen kann, wenn ja, gibts zwischendurch auch mal ein Update über mein Versagen! :D

Wie ihr seht.. Ich bin beschäftigt!

Ihr auch?

xoxo.

chrischtäääääääl